We are specialized!

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Montag, 16. April 2018

Großer Preis der RSG Buchenau: Premiere auf der Straße – Taktik ist das Zauberwort

Die Tage werden länger und wärmer, die letzten Schneereste sind endlich verschwunden, wir sind von dicker Winterkleidung direkt und übergangslos auf kurz-kurz umgestiegen...Das kann also nur eines bedeuten: Die Rennsaison geht endlich wieder los! Für mich begann die Saison in diesem Jahr mit einer Premiere. Das erste Straßenrennen meines Lebens. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass das Rennen im Nachbarort ausgetragen wurde und ich somit ohne Anreise und vor heimischen Publikum in die Saison starten konnte. Das Fahrerlager konnte direkt im heimischen Wohnzimmer aufgeschlagen und der Hinweg zum Warmfahren genutzt werden. Gute Ausgangsbedingungen also.

Nachdem mich der späte Start um 14.40 Uhr zunächst störte, war ich am Renntag doch froh darüber. Denn am Vormittag regnete es noch und die Strecke war nass. Nasse Bedingungen sind beim Rundkurs in Breidenbach keine guten Voraussetzungen, da der Kurs sehr viele enge Kurve bereithält. An dieser Stelle noch ein paar Eckdaten zur Strecke: Auf einem rund  zwei kilometerlangen Kurs durch ein Industriegebiet erwartet die Fahrer ein langer Anstieg, eine kurze Flachpassage und eine rasante Abfahrt. Das ganze galt es für die Frauenelite 23 Mal zu durchfahren. Danach kennt man wirklich jeden Winkel im Schlaf, jeden Gullideckel, jede Spurrille und jeden Baum.

Straßenrennen sind völliges Neuland für mich. Zur Vorbereitung auf dieses Event schaute ich mir die Frühjahrsklassiker in diesem Jahr genauer an und ließ mir die taktischen Raffinessen vom leicht nervigen Eurosportmoderator (der Arme muss 8 Stunden am Stück reden) näher bringen.

Am Renntag war ich – wie vor jedem Rennen – sehr aufgeregt. Fast noch mehr als vor einem Mountainbike-Marathon, da ich nicht so genau wusste, was mich erwartet. Gibt es ein großes Frauenfeld, wie stark sind die Fahrerinnen, gibt es Absprachen bei Teams, werde ich am Ende überrundet und rausgenommen? Fragen über Fragen. Als ich dann aber zum Warmfahren direkt aus dem heimischen Radkeller zum Ort des Geschehens rollte, überkam mich die Rennroutine und die Aufregung wich ein wenig von mir ab.

Der Plan direkt vom Warmfahren an die Startlinie zu rollen, ging leider nicht auf, da es im Rennen vor uns einen schweren Sturz gegeben hatte. Das Jedermannrennen wurde daraufhin abgebrochen und das Damenrennen startete mit fast einer Stunde Verspätung. Im Startblock sondierte ich die zahlreich erschienen Konkurrentinnen – die im Vergleich zu mir wohl schon so einige Straßenrennen in den Beinen hatten. Doch nun gab es kein Zurück mehr und ein gutes Training würde es schließlich allemal werden. Das Frauenfeld startete gemeinsam mit den Junioren U19 und diese knallten nach dem Startschuss los, als wäre das Ziel bereits nach 400 Metern erreicht. Drei Frauen zogen bereits mit und ich fühlte mich überfordert. Es war zunächst sehr viel Unruhe im Feld, keiner hatte den Überblick und nach der ersten Runde hatte ich kurz den Impuls aufzugeben. Doch nach der zweiten Runde gab es eine Gruppe von acht Frauen, zwei Frauen waren nach vorne ausgebrochen.


Wenn gleich ich (wie ich es in Mountainbike-Rennen stets praktiziere) den Wunsch verspürte ebenfalls auszubrechen, hielt ich mich zurück. Mein Trainer hatte extra die Anweisung gegeben, dass es keinen Sinn macht, die 23 Runden als Einzelflucht zu fahren. Stattdessen solle ich mich lieber in der Gruppe schonen und dann auf eine Fluchtrunde am Ende setzen. Ich beschloss dies zu beherzigen und hielt mich in der Gruppe oder besser gesagt dem Peloton. Es gab immer wieder Ausreißversuche, die wir aber neutralisierten. Allerdings gab es dann wiederrum kein Bestreben nach vorne zu den drei Geflüchteten aufzufahren. Schwierige Taktik – zu schwierig für mein erstes Straßenrennen. An jeder Kuppe wurde heftig angetreten – 23 Mal!


Antritte ohne Ende!

Ansonsten bummelte die Gruppe teilweise, sodass es körperlich wenig anstrengend war, mental dafür aber umso mehr, insbesondere in der langen Abfahrt mit 90 Grad-Kurve. Die Abfahrt lag mir nicht, vor allem, weil dort im vorherigen Rennen ein schwerer Sturz passiert war und jeder nun etwas Respekt hatte. Ich freute mich somit jede Runde aufs Neue auf den Anstieg.


Die Runden vergingen schneller, als ich im Vorfeld dachte. Erst als mir mein Trainer anzeigte, dass noch zwei Runden zu fahren sind, realisierte ich, dass es gleich schon zu Ende ist. Zeit zu überlegen, wie ich vorgehe. Eine komplette Fluchtrunde traute ich mir nicht zu. Also ein Sprint kurz vor Schluss. Jedoch hatte ich mir die Konkurrentinnen ja nun lange genug anschauen können und mir war bereits klar, dass ich im Sprint eher schlechte Karten haben würde. Denn ich bin in der Tat Bergfahrer und kein Sprinter. Aber es gab keine andere Möglichkeit. So brach ich in der vorletzten Kurve vor dem Ziel aus. Noch knapp 200 Meter Anstieg bis zur Ziellinie. Die Frauen folgten. Erst in der allerletzten Kurve schnitt mir eine Konkurrentin den Weg ab und ich verlor den Sprint ganz knapp. Somit reichte es immerhin für den 6. Platz im Elitefeld und damit bin ich für meine Premiere auf der Straße mehr als zufrieden.

 
Viele Dank an meine Familie und Freunde fürs Anfeuern!!

Alles in allem war es eine super wertvolle Erfahrung, ein schönes, hartes Training und eine Bestätigung meiner Form. Auf dem Mountainbike fühle ich mich aber doch wohler und freue mich deswegen schon auf den Kellerwaldmarathon am nächsten Wochenende.

Bis dahin: Keep on riding,

Vanessa

Zitate des Tages:

“Ich komme ja eher nicht so von der Straße.”

„Da schießt dir das Laktat wirklich überall hin.“

„Antritte ohne Ende.“

„Taktik ist das Zauberwort.“
 

Freitag, 16. März 2018

Wenn es am Schönsten ist...Finale in Finale

Tag 12: Ruhetag=Regentag

Glücklicherweise fiel auch der zweite Regentag auf einen Ruhetag, sodass wir in den Trainingsabläufen nicht vom Wetter beeinträchtigt wurden. Da es hier statistisch gesehen nur wenige Regentage im Jahr gibt, hat die Stadt in diesem Jahr nicht mehr viel Nässe zu befürchten. Es war ein sehr ergiebiger Regen mit scharfen Wind vom Meer. Leider hatten wir zwar viele Sachen in unserem Reisegepäck, an die Mitnahme eines Schirms hatten wir jedoch nicht gedacht. Der Weg in die Stadt war lang und die Lust auf Kaffee groß. Deswegen warteten wir, bis der Regen ein wenig nachließ und legten die Wegstrecke in Rekordzeit zurück (quasi unter dem Regen durchlaufen). Beim ersten Geschäft erstanden wir einen Schirm - kundenorientiert stolperten wir direkt darüber - und waren somit gegen alle Wetter gerüstet.



Am Strand stellten wir fest, dass die Höhe der Sandwälle keinesfalls übertrieben war, da das Meer heute mit aller Kraft heranrauschte. Wir trugen unseren neuen Schirm noch ein wenig umher und kehrten dann für einen Cappuccino ins Trockene ein. Uns fasziniert schon seit Tagen die Technik, mit denen die Barista Herzen, Blätter oder andere Formen in den Milchschaum zaubern. Da wir seit Weihnachten auch im Besitz einer original italienischen Siebträgermaschine sind, wollen wir dies nun zu Hause nachmachen. Dazu haben wir uns bereits mehrere Tutorials im Internet angesehen und hoffen, dass wir dies demnächst umsetzen können. ;-)


Der Tag klang mit dem Warten auf das Staffelfinale der schönsten Sendung im deutschen Fernsehen aus. Insider werden wissen, welche Sendung ich meine. Berge, Arzt und mehr. ;-)

Morgen steht der letzte Trainingstag in Finale an, den ich genießen werde!

Tag 13: Abschlusstraining über fünf Pässe



Als gestern Abend mein Trainingsprogramm für das Abschlusstraining verkündet wurde, freute ich mich bereits sehr. Mal wieder ein Training ganz nach meinem Geschmack. Von allem etwas - Tempo, Sprints, VO2max und so weiter. Es lagen fünf Pässe auf der Runde, sodass an jedem Berg ein spezielles Training absolviert werden konnte. Somit also lang und hart - ein perfekter Abschluss des Trainingslagers und der ultimative Test, was der Körper noch so her gibt nach zwei Wochen. Erstaunlicherweise noch Einiges, da ich alle Programme perfekt ausführen konnte.

Am letzten Pass ging es dann etwas gemütlicher zu, da die Rennplanung für die Saison konkretisiert besprochen wurde. Dabei stieg auch die Vorfreude auf die ersten Rennen bereits stark an. Jetzt ist der Start in greifbarer Nähe und es wird sich zeigen, wie sich die Vorbereitung auszahlt.

Der Rückweg nach Finale führte über ein kurzes Stück der Strecke, den morgen die Profis bei Mailand-San Remo in Angriff nehmen.

Hier noch eine meine kleine Trainings- und Essenstatistik:

  • 34 Stunden Radtraining
  • 516 Kilometer
  • 11724 Höhenmeter
  • 11780 verbrannte Kalorien
  • 1315 TSS
  • 3 Stunden Kraft- und Athletiktraining
  • 2 Kilogramm Müsli
  • 1 Kilogramm Haferflocken
  • 2 Kilogramm Äpfel
  • 3 Stauden Bananen
  • 5 Liter Milch
  • 1 Kilogramm Nudeln
  • 1 Kilogramm Reis
  • zwei Quadratmeter Focaccia
  • diverse Mengen Eis und Kaffee sowie andere kleine Snacks

Morgen geht es nach Hause, wo hoffentlich auch bald der Frühling Einzug hält. Die Rennsaison beginnt für mich dann in vier Wochen. Ich kann es kaum noch erwarten!

Bis dahin: Keep on riding,
Vanessa

Zitate des Tages:
"Mit Schirm wäre alles so viel einfacher!"
"Stell dir vor, heute wäre Training! Sei also froh."
"Wie viele TSS hast du?"    "ALLE!"


Mittwoch, 14. März 2018

Trainingslager Finale Ligure: Trailsafari, epische Abenteuer und ganz viel Wasser!

Tag 9: Guter Start in die neue Woche



Neue Woche, neue Möglichkeiten! Mit ausgeruhten Beinen ging es frisch in die neue Trainingswoche. Nach dem gestrigen Regentag (und es hat wirklich nur einmal geregnet und das dann den ganzen Tag) zeigte sich Finale heute wieder von seiner sonnigen Seite mit Temperaturen über 20 Grad. Der Tag begann mit meiner Morgen-Routine des Intervalltrainings als erste Einheit. Zum guten Start in die Woche heute noch einmal etwas mehr und etwas länger, sodass ich nach 2 Stunden, 1000 Höhenmetern und 43 Kilometern zur Basis für eine Mittagspause zurückkehrte.

Am Nachmittag stand die zweite Einheit an: Techniktraining mit Gebietserkundung und dem Fahren neuer Trails. Jedoch endete diese Tour irgendwo im nirgendwo mit einer (für mich ultralangen) Tragepassage. Der Trail war zwar laut Karte korrekt ausgeschildert, aber unfahrbar und wohl eher ein Wanderweg für geübte Kletterer. Trotz meines Drängens auf eine Umkehr ging es immer weiter, das Bike geschultert, über Stock und Stein. Getreu dem Motto "Wird schon gleich wieder fahrbar sein". War es aber nicht und so kamen wir  nach langer Zeit mit einem lahmen Arm vom Tragen und - den harten Carbonsohlen geschuldeten  - schmerzenden Füßen auf eine geteerte Hauptstraße. Somit beschränkte sich das Techniktraining größtenteils eher auf das Schulen der Trittsicherheit in schwierigem Terrain.

Der Tag klang am Strand aus (oder das, was davon noch übrig ist) und das Spiel "Wer zuckt verliert, wer nass wird sowieso" erreichte neue Dimensionen. Die Wellen werden hier von Tag zu Tag höher und der Strand ist mittlerweile komplett überspült. Wenn das so weiter geht, haben wir hier bald "Klein-Venedig".



Tag 10: Epic World!

Der Name ist Programm: Epic Rad und epic Adventure. Auf dem Trainingsplan stand eine lange Ausdauerrunde entlang des "Monte Mao" mit wunderschönen Aussichten. Die Landschaft wechselte dabei von Kurve zu Kurve: verblockte Waldwege mit tiefen Pfützen und Matschrinnen (der Regen von vorgestern hat seine Spuren hinterlassen), sandige Pfade, Kiefernwälder mit mystischem Licht und kniffligen Schottertrails wie in den Alpen. Es gab so viel zu sehen, dass man beinahe das Weiterkurbeln vergaß. Und heute war der bisher wärmste Tag mit 24 Grad, sodass wir nicht nur an unserer Form, sondern auch an der Ausbildung von Formkanten arbeiten konnten. Und das erledigt die Sonne ja zum Glück ganz nebenbei.




Am Strand machten wir erschreckende Beobachtungen zum provisorischen Rüsten mit Baggern gegen das immer weiter voranschreitende Wasser. Die Sandwälle, die aufgebaggert wurden, sind mittlerweile so hoch, dass man nur noch mit Mühe überhaupt einen Blick auf das Wasser erhaschen kann. Sollte sich an dieser Situation nichts ändern, wird sich hier im Sommer kein Liegestuhl mit sonnenhungrigen Strandgästen an den nächsten reihen können.



Nach einer Einheit funktionellem Training und dem Dehnen der beanspruchten Muskulatur klang der nächste Trainingstag auch schon wieder aus.

Tag 11: Mal sehen, was die Beine noch so hergeben

Was sich bewährt hat, behält man ja bekanntlich bei: So standen auch an Tag elf zwei Einheiten auf dem Trainingsplan. Am Morgen absolvierte ich zwei lange Tempointervalle mit Sprints und war überrascht, wie leicht mir diese trotz der vielen Trainingstage noch fielen. Bisher haben sich glücklicherweise noch keine Erschöpfungsanzeichen gezeigt. Zurück ging es durchs Gelände bis uns die Abfahrt direkt in Finalborgo auf dem Marktplatz ausspuckte. Praktischerweise vor den Toren von Eisdiele und Kaffee, was einen kurzen Stopp nach sich zog.

Nach der Mittagspause in der Basis und dem Verzehr von den gestern extra aufgehobenen Essensresten (es ist schon ein Wunder, wenn bei uns tatsächlich einmal etwas übrig bleibt) stand noch das Geländetraining auf dem Programm. Mittlerweile freue ich mich wieder auf technische Einheiten, weil ich meine alte Fahrtechnik und Sicherheit fast wieder zurück erarbeitet habe. Die Strecke des 24-Stunden-Rennens läuft mittlerweile flowig und bereitet mir viel Fahrspaß. Eine Tatsache, die ich zu Beginn des Trainingslagers niemals für möglich gehalten hätte. Umso schöner sind die Fortschritte.



Am Strand stehen wohl alle Zeichen auf eine drohende Sturmflut, da der Wall mittlerweile auf stolze acht Meter angewachsen ist und die Bagger fleißig weiter arbeiten. Glücklicherweise liegt unser Ferienhaus weit über dem Meeresspiegel, sodass wir keine nassen Folgen zu befürchten haben.



Der Abend klang mit einem kleinen Schrauber-1-Mal-Eins aus (getreu dem Motto "Vielleicht merkt sie sich ja mal irgendwas und der Mechaniker muss nicht jede Kleinigkeit selber machen"). Aber ob das auch fruchtbaren Boden fällt? Ich weiß es nicht. ;-)

Morgen freut sich der Körper auf einen Ruhetag und am Freitag geht das Training weiter.

Bis dahin:
Keep on riding,
Vanessa


Zitate des Tages:
"Jetzt meckere nicht, genieß lieber die Natur!"
"Dieser Weg ist unfahrbar! Den kann KEINER fahren!"
"Gib doch endlich zu, dass du die Orientierung verloren hast!"
"Wenn das Meer nicht wäre, könnte man glauben, wir befänden und in den Alpen."
"Warum machen die denn die Kette sauber und kaufen nicht gleich eine Neue??"



Sonntag, 11. März 2018

Trainingslager Finale Ligure: Komm mit ins Abenteuerland!


Tag 6: Start your day right!


Der Tag begann nach dem Frühstück in aller Frische wieder mit Intervallen. Diesmal waren es aber nicht mehr 90 Prozent, sondern Schwellenintervalle mit 100 Prozent der Leistung. Ein Trainingsprogramm, was zu Hause immer etwas gefürchtet ist, hier aber erstaunlich leicht viel. Vielleicht lag es am Wetter, an der schönen Umgebung oder am neuen Liquid-Energy-Plus-Gel von Sponser? Auf jeden Fall eine super Morgeneinheit.

Nach einem Kaffeestop auf dem Marktplatz, sahen wir, dass der Optiker - den wir schon mehrere Tage im Auge hatten - endlich einmal die Türen offen hatte. Also nichts wie hin, denn dort lag tatsächlich eines der raren Exemplare der Oakley Olympia-Sonder-Edition im Schaufenster. Kaum hatten wir den Laden betreten und Interesse für genau diese Brille bekundet, sah uns der Verkäufer als extrem kaufwütige Kunden an (kein Wunder, da wir bereits Oakleys aufhatten). Es trug sich zu, dass kurzerhand die gesamten Oakley-Lagerbestände zum Probieren vor uns lagen. Leicht enttäuscht war der Verkäufer, als wir dann ohne etwas zu kaufen wieder abzogen. Aber wir wollten ja nur mal probieren. ;-)

Nach einer Mittagspause zum Auffüllen der Kohlenhydratspeicher und einem kurzen Sonnenbad auf dem Balkon, war der Kopf wieder frisch genug für das Techniktraining.


Heute rückte die 24-Stunden-Strecke in der Manie (Austragungsort des berühmten Rennens) in den Fokus. Nachdem ich mir gestern bereits einige Schlüsselstellen angeschaut und eingeprägt hatte, lief die Runde sehr flüssig und flowig. Zufrieden kehrte ich nach insgesamt vier Stunden Trainingszeit zurück.

In der Bikegarage stellten wir fest, dass neue Gäste gekommen waren und deren Fullys sämtliche Wege blockierten. Keine gute Gesellschaft für unsere Racebikes, weshalb wir sie kurzerhand mit ins Appartement nahmen. Dem großzügigen Raumangebot sei Dank, haben sie hier sogar ein eigenes Zimmer für sich. ;-)


Der Tag klang mit einem Abendessen aus frischen Nudeln und einer unfassbar großen - sicher per Gentechnik manipulierten - Paprika aus, die dann glücklicherweise alle satt machte.





Tag 7: Sonne wo bist du?

Leider weckten uns heute morgen keine Sonnenstrahlen, sondern wir erblickten dicke Wolken am Horizont. Dazu fiel leichter Nieselregen - allerdings so eine Sorte Regen, die nicht so richtig nass macht. In Deutschland würden wir diese Art Regen vermutlich gar nicht zur Kenntnis nehmen. Aber egal: Training ist Training! So packten wir uns in die Regenklamotten (dann hatten wir sie  wenigstens nicht umsonst eingepackt) und machten die Räder startklar.

Und wir wurden in der Tat nicht nass - höchstens von innen, wo man so wunderbar in die beschichtete Regenkleidung transpirieren kann. Es war heute eine lockere Tour zum Sammeln von Grundlagenkilometern. Weil mein Bike ein super Kletterer ist und die Anstiege nahezu hochfliegt, muss ich mich dann bei Grundlagentouren immer etwas bremsen.

Am Nachmittag brachen wir einmal mehr die Regeln der italienischen Kaffeekultur und tranken unseren Cappuccino in Gesellschaft einiger hungriger Vögel. Ich teilte meinen Keks mit den flauschigen und zahmen Zeitgenossen und hatte daraufhin plötzlich einen ganzen Vogelschwarm um mich.




 


Tag 8: Den Regentag gut abgepasst...

Praktischerweise passte sich der Regentag- diesmal mit richtigem Regen (nicht so ein Pseudoregen wie gestern) unserem Ruhetag an. So konnten wir ganz entspannt die Beine hochlegen und den Blick auf den wolkenverhangenen Himmel richten.



Die Zeit nutzten wir, um den gestrigen Weltcup in Stellenbosch aufzuarbeiten und am Laptop anzuschauen. Um vorher nicht sämtliche Spannung zu nehmen, hatte ich Instagram- und Facebookverbot. Denn dort wäre ich früher oder später über den Ausgang des Rennens im Bilde gewesen und hätte ihn sicher versehentlich kundgetan. Dabei ist es auch einmal schön, den Profis beim Fahren zuzuschauen und man freut sich direkt wieder auf den nächsten Biketag!
(Und Team Specialized rockt!;-))

Ganz so ruhig ist ein Ruhetag natürlich auch nicht, denn eine kurze Einheit funktionelles Training darf nicht fehlen.

Morgen beginnt die zweite Trainingswoche und ich freue mich schon!

In diesem Sinne:
Keep on riding,
Vanessa 

Zitate des Tages:
"Das ist doch nicht hart? 8 mal 12 Minuten sind vielleicht hart!"
"Den Woodgarden würdest du niemals runterkommen!"
"Alle Vögel von Finale bitte auf den Marktplatz - es gibt Kekse!"

Donnerstag, 8. März 2018

Trainingslager Finale Ligure: Restday und hard work

Tag 4: Ganz im Zeichen der Regeneration

Auf den trainingsintensiven Dreierblock folgte ein Ruhetag, um dem Körper ein wenig Entspannung zu gönnen. Ganz ohne Rad verbrachten wir den Tag zunächst im Nachbarstädtchen, um dort das Sortiment des riesigen Sportartikelherstellers Decathlon zu sondieren. Bei "nur" mal schauen, weil man ja eigentlich nichts braucht, blieb es natürlich nicht. Und bis man dort alles gesehen hat, vergeht schon eine Weile.

Anschließend brachen wir sämtliche Regeln der italienischen Kaffeekultur und bestellten nach Mittag einen Cappuccino. Dies wurde mit einem abschätzenden Blick quittiert, was uns aber nicht vom Genuss des Getränkes abhielt. Schließlich ist der Milchschaum in Italien einzigartig.


Da sich unsere Sprachkenntnisse auf Englisch und Latein beschränken (was einem im Leben wirklich gar nicht weiter bringt, auch, wenn das in der Schulzeit immer behauptet wird), haben wir hier stets mit Sprachbarrieren zu kämpfen. Oft hilft es in der Tat einfach ein "o", "cchio" (hier besonders zu erwähnen der Neologismus "zahlacchio") oder "a" anzuhängen. Auch ein Mix aus Englisch-Deutsch-Französisch-Spanisch - irgendwas passt immer - kann zur Verständigung weiterempfohlen werden.

Die Wellen luden am Strand heute zu unserem allseits beliebten Spiel "Wer zuckt verliert - wer nass wird sowieso" ein. Dazu stellt man sich einfach gemeinsam dicht an die Wasserkante und wartet auf die Wellen. Wer dann wegrennt, ohne, dass die Welle einen erwischt hätte, der verliert. ;-) Die Wellen waren heute allerdings so unberechenbar, dass dabei ein paar spannende Momente entstanden.


Nach einem kurzen Check unserer Räder und dem Verbau einer neuen Kassette zum Testen, klang der Tag auch schon aus. Morgen geht das Training weiter.

Tag 5: Erst die Arbeit, dann das "Vergnügen"

Bereits beim Frühstück brannte uns die Sonne ins Müsli. Der Sonnenaufgang stimmte uns auf einen wolkenlosen und warmen Tag ein. Wir haben in den letzten Tagen bereits festgestellt, dass die ligurische Sonne sehr intensiv brannte und man keinesfalls den Sonnenschutz vergessen darf. Vorsorglich mit Lichtschutzfaktor 50+, um die empfindliche deutschen Haut rundum zu schützen. Die Kleiderwahl fiel schwer, da wir uns noch nicht so recht an kurz-kurz heranwagen. Also sicherheitshalber Armlinge, Beinlinge und Weste, um flexibel agieren zu können. Das Training begann mit "hard work" - zwei Mal zwanzig Minuten mit 90 Prozent der Leistung und alle drei Minuten ein Sprint. Die Beine waren nach dem gestrigen Ruhetag zum Glück frisch und es lief super.


Direkt im Anschluss ging es dann wieder zum Techniktrainings ins Gelände. Der Einstieg war wieder etwas holprig - vielleicht war ich auch einfach nur unterzuckert (getreu dem Motto "Du bist nicht du, wenn du hungrig bist"). Die Beteiligten hatten keine große Freude mit mir. Auf jeden Fall wäre ich heute  vom Training suspendiert worden, wenn das in der Sportbranche Usus wäre. Einen Sponsor-High-Energy-Riegel später sah die Trailwelt dann schon wieder anders aus und ich konnte einige schwierige Stellen meistern. Es wird mir leider oft zum Verhängnis, dass ich ein Perfektionist bin. Ich ärgere mich dann sehr stark über mich selber, wenn etwas beim Training nicht so läuft, wie ich es mir vorstelle.


Alles in allem aber ein guter und intensiver Trainingstag und ich bin wirklich glücklich, dass ich so tolle Momente auf dem Rad erleben darf! Insgesamt saß ich heute 3,5 Stunden im Sattel bei 50 Kilometern und 1300 Höhenmetern. Doch Kilometer und Stunden sind hier gar nicht so wichtig. Es geht vielmehr um die Intensität und die damit verbunden TSS (Trainings-Stress-Score), die mein fleißiger Leistungsmesser stets aufzeichnet.

Die Eisbilanz lag heute einen Hauch im positiven und um die Motivation hochzuhalten, gönnte ich mir daraufhin auch ein kleines Eis.;-)

Bis dahin: Keep on riding,
Vanessa


Zitate des Tages:
"Wenn wir Gummistiefel anziehen, halten wir das Spiel noch länger durch."
"Ich verlasse den Laden erst, wenn ich wirklich alles gesehen habe."
"2XS ist selbst dir zu eng."
"Du bist nicht du, wenn du hungrig bist."
"Kann ich nicht lieber noch ein paar Intervalle fahren?"

  

Dienstag, 6. März 2018

Trainingslager reloaded: Bella Italia wir kommen!

Nachdem uns der Winter in den letzten Wochen noch einmal so richtig gezeigt hat, was in ihm steckt, wurde es aller höchste Zeit für eine erneute Flucht in wärmere Breitengrade. Das Wetter war aber auch wie verhext: Zuerst regnete es seit Oktober gefühlt ohne Unterbrechung, was dazu führte, dass der Wald mitsamt aller Trails gnadenlos matschig war. Dann fegte Sturm Frederike über das Land und deren Auswirkungen schafften einige unpassierbare Hindernisse auf vielen Trails und Forstwegen. Nach dem Dauerregen mit Dauergrau kam dann der Frost ins Land und die Waldwege vereisten. Um es kurz zu machen: Der Winter bot wenige bis gar keine Gelegenheiten, um an meiner Fahrttechnik zu arbeiten. Unpraktisch, da dies eines meiner wichtigsten Ziele für die Saisonvorbereitung war.

Um dieser Misere zu entfliehen, gab es nur eine Möglichkeit: Ab ins Trailsparadies Finale Ligure - dem Disneyland für Mountainbiker. Der Zielverwirklichung der Optimierung meiner Fahrttechnik steht in den nächsten zwei Wochen nichts mehr entgegen. Und es ist ein Trainingslager ganz nach meinem Geschmack. Denn die Anreise mit dem Auto ermöglicht die Mitnahme vieler, vieler Dinge ohne auf ein Gewichtslimit achten zu müssen. Zudem kochen wir in unserem Ferienhaus selber und haben dazu viele Vorräte aus der Heimat hergeschafft. Des Weiteren kommen wir erst zurück, wenn in Deutschland aller Voraussicht nach auch der Frühling Einzug gehalten hat.


Tag 1: Akklimatisieren
Da ich in Finale Ligure schon im vergangenen Jahr ein Trainingslager verbracht habe, kannte ich mich bereits ein wenig aus. Die besten Strecken, Trails und Trainingsberge sind bekannt und ermöglichen somit einen schnellen Einstieg in das Training. Wobei das mit der Orientierung bei mir ja so eine Sache ist. Manchmal passieren wir eine Stelle zweimal und ich habe davon gar nichts gemerkt. Ohne Orientierungssinn sieht man mehr von der Welt. Am ersten Trainingstag, gleichzeitig auch Tag der Anreise, absolvierten wir am späten Nachmittag nur noch eine kurze Trainingseinheit. Dabei war es wirklich erstaunlich ungewohnt nach so langer Abstinenz mal wieder lockeren Boden unter den Stollen zu haben. Es ist gefühlt 100 Jahre her, seit ich zu Hause das letzte Mal im Wald gefahren bin. Hinzu kommt, dass ich nun das allererste Mal seit meinem Sturz Mitte Juni letzten Jahres wieder richtige Trails fahre. Denn ich bin im Sommer mit dem Rennrad wieder eingestiegen und folglich nur noch bei Bergzeitfahren gestartet. Das ist nun eine wirklich lange Zeit. Und so fühlte es sich auch an. Wie ein Anfänger bei seiner ersten Geländefahrt. Ich kann wirklich nur hoffen, dass sich das bald wieder ändert. Mein Rad - eine echte Abfahrtsrakete bei seiner Jungfernfahrt - hat mich sicherlich innerlich ausgelacht. Morgen geht das Training weiter. Neuer Tag, neue Abenteuer.

Beim Abendessen riefen wir uns die letztjährige Regel wieder in Erinnerung (aufmerksame Leser werden sich erinnern): Für jede gut gemeisterte Stelle im Gelände gibt es eine Kugel Eis. Für jedes Mal Absteigen wird wieder eine abgezogen. Vor meinem inneren Auge sehe ich bereits die dicke Minusbilanz und überlegte, wie ich das ganze Eis in die Eisdiele bringen kann. ;-)



Tag 2: Es muss mehr trainiert werden!

Der zweite Trainingstag in Italien hielt ein Training ganz nach meinem Geschmack bereit. Intervalle! Ich liebe Intervalle, weil sich erst dann ein Training so richtig nach Training anfühlt. Wenn der Körper so richtig durchbrennt, fühle ich mich wohl. Da die Berge hier lang und länger sind, kann man sich wunderbar austoben. Nach zwei Mal zwanzig Minuten im Tempomodus war das erste Snickers verbrannt (oder vielleicht auch zwei). Der Trainer sagt immer, wenn man hart trainiert, darf man auch so einen "Shit" essen - gerade, wenn man schnelle Energie benötigt. Und wenn der Trainer das sagt, wird es stimmen. Zudem hat er diese Nahrungsmittelauswahl auch schon bei Team Bulls beobachtet. ;-)

Nach den guten Intervallen fühlte ich mich bereit für einen neuen Angriff im Gelände. Und siehe da, es lief schon um einiges besser. Wenn es so weitergeht, finde ich vielleicht doch irgendwann wieder zu meiner alten Stärke zurück. Auf jeden Fall macht mir mein neues Rad sehr viel Freude - bergauf und bergab.

Der zweite Trainingstag endete nach 60 Kilometern, 1400 Höhenmetern und
3,5 Stunden Fahrtzeit. So ein MTB-Training fordert einen wirklich um einiges mehr, als ein Trainingstag mit dem Rennrad auf Mallorca. Denn die Abfahrten fordern auch die volle Konzentration und das raubt einem zusätzliche Körner. Ich muss mich nach den ganzen Straßentouren der letzten Wochen erst einmal wieder an die langsamen Durchschnittsgeschwindigkeiten gewöhnen.

Der Tag klang bei Kaffee und zwei Kugeln Eis am Strand aus. Hier konnte ich auch wieder meiner "Leidenschaft" des Steine-Sammelns nachgehen. Davon gibt es mehr als genug. Und man kann solche Objekte stets für allerlei naturnahe Dekorationsideen gebrauchen.


Tag 3: Train like a pro

Um den Tag bestmöglich zu nutzen, waren heute zwei Einheiten angesetzt. Am Morgen in aller Frische absolvierte ich einige harte Intervalle und am Nachmittag noch einmal zwei Stunden Fahrtechniktraining. Nach einer Mittagspause mit kulinarischer Stärkung zum Auffüllen der Kohlenhydratspeicher und einem Sonnenbad auf dem Balkon mit Blick aufs Meer war die Konzentrationsfähigkeit wieder hergestellt. Bereit für einen neuen Test im Gelände! Und meine Fahrtechnik wird weiterhin erstaunlicherweise besser. Viele Stellen, die ich am ersten Tag niemals in Erwägung zog zu fahren, nahm ich heute ohne Probleme oder Zögern in Angriff. Ich fühlte mich nicht mehr wie ein Passagier auf meinem Rad, sondern hatte endlich wieder das "Flowfeeling". Keine Angst und Panik mehr, sondern Spaß. Hoffentlich gehen die Fortschritte so rasant weiter. Nach dem heutigen sehr erfolgreichen Trainingstag hatte die Eisdiele den wahrscheinlich umsatzstärksten Tag der Woche. ;-)


Insgesamt kamen heute 65 Kilometer und 4 Stunden Fahrtzeit zusammen. Morgen steht der erste Ruhetag an.


Bis dahin:
Keep on riding!

Vanessa


Zitate des Tages:
"Du weißt, für jede gut gemeisterte Stelle gibt es eine Kugel Eis."
"Wenn man den Kaffee im Stehen an der Theke trinkt, ist es billiger."
"Zahlaccio bitte!"
"Siehe dort, der Vogel weiß auch, was gut ist."
"Oh wie viele Steine"
      "Joa, schient lange keiner mehr gesammelt zu haben."








Montag, 19. Februar 2018

Gastbeitrag von Philipp Waczek: Mit Bike und Auto nach Kroatien – auf was man achten sollte

Mit dem eigenen Rad neue Länder und Gegenden erkunden - viele Radbegeisterte verbringen so ihre Urlaube. Ein Geheimtipp für eine Radreise erreichte uns von Philipp Waczek - der einen Gastbeitrag für unsere Blog verfasst hat:

"Viele Menschen verzichten auch im Urlaub ungern auf ihren geliebten Drahtesel. Besonders in den letzten Jahren zeichnet sich ein deutlicher Trend zugunsten des Fahrrades ab. Kroatien gilt vor allem für Fahrradtouren als absolutes Muss für jeden begeisterten Radfahrer. Vor einigen Jahren galt das Urlaubsdomizil noch als Geheimtipp, doch mittlerweile hat sich Kroatien als Magnet der Massen bewiesen.

Und dies nicht ohne Grund, denn es gibt viele Gründe mit dem Auto und dem Rad das Land zu durchqueren. Einige wollen wir an dieser Stelle genauer aufführen, sodass es euch leichter fällt mit möglichst vielen Vorkenntnissen das Land zu bereisen.
Gründe für das Fahrrad in Kroatien

Gerade für Freunde des Sommersports bieten beispielsweise Mallorca oder Kroatien eine perfekte Abwechslung zwischen Strandurlaub und Fitness. Entlang der Adriaküste ist es in Kroatien eine absolute Wohltat, die vielen kleinen Inseln mit dem Rad zu bereisen, um möglichst viel zu erleben. Ein großer Vorteil gegenüber vielen anderen Ländern ist, dass die Infrastruktur für Fahrradtouren perfekt angelegt ist. Mit dem Blick aufs Meer ist es ohne Probleme möglich, die Küsten entlang zu radeln, um währenddessen die Eindrücke der Natur und Landschaften genussvoll verarbeiten zu können.

Eine Pause am Strand oder auch im Eiscafé direkt am Meer rundet einen solchen Urlaubstag perfekt ab. Die vielen Facetten des Landes brachte Kroatien erst auf die Idee den Fahrradtourismus anzukurbeln. Insgesamt 1.700 Kilometer erstreckt sich das Fahrradnetz mit allen Wegen quer durch das Land. So ist es den Urlaubern in Kroatien mit dem Rad möglich so gut wie jeden Winkel zu erkunden. Nur mit einem Auto wird man viele Stellen auf Grund der fehlenden Straßen an einigen Orten nie auffinden, während es zu Fuß kaum möglich ist so viel auf einmal in einer solch kurzen Zeit zu entdecken. Besonders aus diesen Gründen ist das Fahrrad die perfekte Alternative zum Auto oder dem Wandern.
 


 

Ganz nebenbei schont man so auch die Natur und tut etwas für die eigene Gesundheit, in dem man den Körper in Schwung hält.

Der sichere Transport vom Fahrrad in den Urlaub nach Kroatien

Um auch möglichst viel Spaß mit dem Fahrrad im Urlaub zu haben ist ein sicherer Transport dorthin von großer Bedeutung. Nichts ist wichtiger als sich selbst und die anderen Verkehrsteilnehmer beim Transport von Gegenständen ausreichend zu schützen. Gerade bei Fahrrädern stellt sich daher immer wieder die Frage, welche Möglichkeiten es überhaupt gibt und welche wohl die Beste ist.

Insgesamt gibt es vier gängige Möglichkeiten - von denen jedoch zwei besonders hervorstechen. Eher vermeiden sollte man den Transport im Kofferraum, da dies bei Unfällen weitreichende Folgen mit sich ziehen kann. Auch der Transport auf dem Dach ist eher weniger sicher, da das Rad beim Transport komplett aus dem Sichtfeld des Fahrers verschwindet. Man wird also im schlimmsten Fall erst dann merken, dass etwas nicht stimmt, wenn es schon zu spät ist.

Viel besser eignen sich mittlerweile zwei andere gängige Methoden. Während die Befestigung an einem Fahrradträger an der Heckklappe bereits deutlich mehr Sicherheit bietet, entsteht jedoch hierbei das Problem, dass das Sichtfeld nach hinten stark eingeschränkt wird. Zu empfehlen ist also eher für Personen, welche sich mit dem Fahren ohne Rückspiegel sicher fühlen.

Die mit Abstand sicherste Alternative für den Transport von Fahrrädern ist es das Zweirad auf einem Fahrradträger an der Anhängerkupplung zu befördern. Hier kann besonders der Hersteller Thule punkten, da diese Produkte einen besonders hohen Stellenwert in der Branche genießen. Mit dieser Art und Weise das Fahrrad zu befördern steht dem nächsten Urlaub mit dem Drahtesel wohl nichts mehr im Wege.

Tipps für die richtige Ausrüstung


Schnell passiert es zudem, dass man kurz nach der Ankunft merkt, dass einige Ausrüstungsgegenstände zu Hause vergessen wurden. Die Alternative hierzu wäre der Neukauf, welcher bereits zu Beginn des Urlaubs ein großes Loch im Urlaubsbudget reißen kann. Aus diesem Grund sollte man folgende Gegenstände beim Urlaub mit einem Fahrrad niemals vergessen:

 
 
·         Helm

·         genügend Trinkwasser

·         Erste-Hilfe-Kit für Reifenpannen

·         Erste-Hilfe-Kit für Unfälle

·         Mobiltelefon

·         Reisepass oder Ausweisdokumente

·         Geld

·         Landkarte

Finde deine passende Radtour

Vor der Anreise sollte man sich zudem mit der Frage auseinandersetzen, welche Radtour und Routen überhaupt in Frage kommen. Hierbei gibt es wichtige Aspekte, welche beachtet werden sollten. Zum einen sollte man sich nicht überschätzen und das Niveau der Touren gut mit der eigenen Leistungsfähigkeit abstimmen. Zum anderen sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass man sich im Urlaub befindet und die Tour an die eigenen Wünsche anpassen sollte. Ein Urlauber, welcher gerne Langstrecken fährt wird somit eher eine ebene Route wählen, während Abenteurer vermutlich eher entlegene Orte anfahren möchten.

Alternativ gibt es zahlreiche Möglichkeiten sich im Internet über Foren oder Webseiten zu informieren. Die letzte Variante wäre getreu dem Motto: Einfach der Nase nach und sehen wo man landet."
 
Philipp hat sich auch mit den verschiedenen Transportmöglichkeiten von Fahrrädern am PKW beschäftigt und bietet auf seiner Homepage einen guten Überblick:
 
Vielen Dank für deinen Beitrag, Philipp.
 
Bis dahin: Keep on riding!
Vanessa